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PROJEKTE

Zu den vordringlichen Aufgaben der Hydrogeologie als praxisbezogene Wissenschaft gehören die Erkundung der Grundwasservorräte, deren Erschließung und optimale Nutzung sowie der Schutz und die Sicherung dieser Vorkommen. Neben verschiedenen Fragen der Grundwassergewinnung und des Grundwassermanagements, die unter verstärkter Heranziehung hydraulischer und numerischer Verfahren einer Lösung zugeführt werden, bilden heute in Zusammenhang mit der anthropogenen Beeinflussung unserer Umwelt die Probleme des Grundwasserschutzes einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt. Fragen des Transportes und des Verhaltens der verschiedenen Stoffe im Grundwasser sowie deren Wechselwirkungen mit dem Untergrund spielen hierbei eine immer größere Rolle.

Am Geologischen Institut der Universität Bonn werden diese drängenden Probleme unmittelbar in der Forschung aufgegriffen und zusammen mit modernen Gelände- und Labormethoden sowie neuen Simulationstechniken in die Lehre einbezogen. Zusätzlich werden ausgehend von praktischen Fragestellungen in wissenschaftlich ausgerichteter Auftragsforschung konkrete hydrogeologische Problemfälle untersucht. Hier reicht das Spektrum von der Grundwassererschließung und dem Grundwasserschutz über die Erkundung und Sanierung von Boden- und Grundwasserkontaminationen bis zur Bewertung und Erkundung von Problemstandorten (z.B. Deponien). Diese Untersuchungen sind selbstverständlich in die breit angelegte Grundlagenforschung eingebunden.

Aufbauend auf zwei erfolgreich abgeschlossenen interdisziplinären Forschungsprojekten (FRACFLOW sowie FRACFLUX) liegt im Bereich der Grundlagenforschung ein Schwerpunkt in der Untersuchung des Abfluss- und Retardationsverhaltens geklüfteter Gebirgskörper. Diese Gesteine nehmen abhängig von ihrer hydraulischen Durchlässigkeit sowohl im Bereich der Wassererschließung als auch im Bereich der Abfalldeponierung bis hin zur Endlagerung eine besondere Stellung ein. Den Erfordernissen des Umweltschutzes entspricht ein weiterer Forschungsschwerpunkt mit der Untersuchung des Ausbreitungsverhaltens von Schadstoffen. Die Untersuchungen beschränken sich nicht nur auf die Erfassung spezieller Gesetzmäßigkeiten und Abhängigkeiten, sondern umfassen auch die Verbesserung und Entwicklung von Sanierungstechniken, die den jeweiligen hydrogeologischen Verhältnissen angepasst sind. Einen Schwerpunkt bilden auch methodische Untersuchungen über die verschiedenen Markierungstechniken, die zum Teil gemeinsam mit der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Tracerhydrologie (ATH) (B. Reichert, Koordinatorin seit 2001) durchgeführt werden. Dieser Technik kommt heute im Gesamtbereich der Hydrogeologie bei der Untersuchung von Transportvorgängen große Bedeutung zu.

Abgeschlossene Projekte

Laufende Projekte